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Auf dieser Seite nehme ich Stellung zu Themen, die ich interessant und wertvoll finde oder zu denen ich Fragen bekommen habe. Und hier finden Sie meine Neuentdeckungen. Dies können eigene Erkenntnisse oder Empfehlungen sein:
  

28. Januar 2012
ROTHerforum

Im November 2011 kamen David Burton und ich auf die Idee, der Stadt Roth unsere Ideen und unser Know-How anzubieten, um Bewegung in die Verkehrsentwicklung zu bringen. Was wir seitdem erlebt haben, hat alle unsere Erwartungen bei weitem übertroffen:

Der Bürgermeister, alle Stadträte, mit denen wir gesprochen haben, und auch die Mitarbeiter aus der Verwaltung haben unsere Initiative begrüßt.

Anfang Dezember war der erste Artikel in der Zeitung (siehe Presse).

Ende Dezember stand das ehrenamtliche Experten-Projektteam und in den Weihnachtsferien haben wir zu arbeiten begonnen.

Parallel dazu baute ein junger Rother Informatiker, Sebastian Prokop http://www.fuchs-prokop.de/  – ebenfalls ehrenamtlich – ein Internetforum www.ROTHerforum.de für uns auf, in dem seit 10 Tagen rege diskutiert wird.

Die Regeln im Forum geben eine klare Richtung vor:

  • Jeder, der im Forum mitmacht, gibt sich zu erkennen. Er und sie steht zur eigenen Meinung. Ihr/sein Name ist im Forum zu sehen.
  • Wir wollen keine „Haltungsnoten“, sondern Ideen, Durchdachtes und konstruktive Kritik.
  • Der Ton im Forum ist konstruktiv und respektvoll.
  • Wir laden ein, eigene Bürgerprojekte zu starten: Ideen, die sich daran richten, dass andere etwas tun sollen, werden wir zur Kenntnis nehmen und beobachten. Interessiert sind wir vor allem an Themen, bei denen jemand sagt: „Ich bin bereit, mich für dieses Thema zu engagieren. Wer macht noch mit?“

Das, was ich in den letzten Wochen erlebt habe, bestärkt meine Position:

Erfolg braucht eine positive Grundhaltung, eine gute Organisation, die richtigen Menschen am richtigen Platz und ein klares Ziel.


13.12.2011
Film über Fritz Bauer in Roth

Eine mir befreundete Regisseurin, Ilona Ziok, hat auf der Berlinale 2011 in Berlin ihren neuen Film „Fritz Bauer – Tod auf Raten“ vorgestellt. Er wurde, gerade fertig geworden, gleich von der FBW (Deutsche Film- und Medienbewertung) zum Dokumentarfilm des Monats gekürt.

Frau Ziok kommt am 24. Januar 2012 nach Roth und stellt ihren Film über den Staatsanwalt, Humanisten und Freidenker im Bavaria Kino selbst vor.

Ich freue mich, wenn der Saal voll wird!

Hier gibt’s weitere Informationen.


18.11.2011
Wörter schenken

Seit einigen Jahren „schenke“ ich meinen Freunden und Geschäftspartnern zu Weihnachten Wörter.

Welches Wort wird es 2011 sein? Ganz habe ich mich noch nicht entschieden.

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der Wörter der letzten Jahre:

2010 Maß

Das Maß dient dazu, innerhalb gegebener Rahmenbedingungen die eigenen Gestaltungsräume zu entdecken und sie zu nutzen: Das Ausmaß gestalten; Bedeutungen beimessen; maßschneidern, angemessene Ziele definieren; maßgebende Meinungen hinterfragen; sich in Auseinandersetzungen mäßigen; lieber eine Maß Bier trinken.

2009 Mut

Ich wünsche allen Menschen, dass sie mutig ihren Weg gehen und Spuren hinterlassen: Mutig beenden und beginnen; „ja!“ sagen und „nein!“ sagen; verzichten und investieren; neue Wege gehen und zu guten Traditionen stehen; klären und gut sein lassen; lieben und lösen; folgen und führen.

2008 Leichtigkeit

Die Feder gilt als Symbol der Leichtigkeit: Die Feder schwebt. Sie lässt sich auf ihrem Weg von Schönem und auch von Hindernissen berühren. Verletzen lässt sie sich nicht. Sie findet ihren eigenen Weg. Und sie landet immer.

2007 annehmen

Wer es lernt, die Ereignisse des Lebens anzunehmen, behält das Heft des Handelns in der Hand: Kritik und Lob; Trauriges und Schönes; Auseinandersetzung und Freundschaft; Bedürftigkeit und Hilfe; neues und altes Wissen.
 


12.9.2011
Werden Sie zum Emo-do-Krieger

Die amerikanische Lebensberaterin Dr. Martha Beck hat die Strategie des Emo-do entwickelt. Es basiert auf den Grundsätzen körperlicher Selbstverteidigungstechniken.

Ein Emo-do-Krieger oder –Stratege beherrscht fünf Grundsätze:

  • Er weist seinen Gegner nie auf dessen Defizite hin sondern immer auf seine Potenziale.
  • Er zeigt Interesse und Mitgefühl.
  • Er gibt sich nicht die Schuld am Verhalten seines Gegners, sondern er gibt sein Bestes, um eigene Fehler zu korrigieren. Reicht das Beste nicht, zieht er ohne Bedauern und Schulterzucken weiter.
  • Er weiß, dass es nicht nur darauf ankommt, was man sagt, sondern auch darauf, wie man es sagt.
  • Er weiß, dass er niemanden ändern kann, und konzentriert sich deshalb auf das, was ihm wichtig ist und richtig erscheint.
(Quelle: ELTERN family 08/2011)


8.9.2011
Der Begriff ‚Macht‘

September 2011
Viele Menschen in meinen Seminaren reiben sich am Wort ‚Macht‘. Sie haben negative Assoziationen damit und setzen es gleich mit Machtmissbrauch. Das Wort ‚Macht‘ lockt Menschen immer wieder dazu, mir davon zu erzählen, wie sie unter der Macht anderer gelitten haben. – Und genau dort will ich eingreifen: Zur Macht gehören immer zwei: Der, der sie ausübt, und der, der dies zulässt.
Wem erlauben Sie Macht über sich? Wie genau prüfen Sie diesen Menschen vorher?
Es gibt situative Macht, die Macht des Augenblicks. Fragen Sie sich bitte, wenn Sie sich im Nachhinein in einer Situation zu kurz gekommen fühlen, nicht nur: „Wie konnte der es wagen!?“ Fragen Sie sich auch: „Wie konnte ich das zulassen?!“ – und „Was kann ich tun, wie kann ich mich vorbereiten, damit mir das nicht noch einmal passiert?“ So nehmen Sie die Macht über Ihr Leben in die eigene Hand.
Noch wichtiger ist es bei struktureller Macht zu prüfen, wem Sie Macht über sich geben. Vorgesetzte, Ehepartner, Cliquenfreunde, Auftraggeber, Lehrer … Immer, wenn Menschen zusammen sind, geht es auch um Macht. Schauen Sie genau hin, bevor Sie sich an jemanden binden.
Und wenn Sie nicht die Wahl haben, dann setzen Grenzen: Jeder Mensch kann lernen, andere, die im Übermaß Macht ausüben wollen, in ihre Schranken zu weisen.

Die Macht hat rein sprachwissenschaftlich nichts mit „machen“ zu tun. Es sind also nicht die Macher, denen die Macht zusteht. Das Verbalabstraktum ‚Macht‘ bezieht sich auf das Verb ‚mögen‘ – und dies hatte ursprünglich die Bedeutung „können“, „vermögen“. Früher, in den Anfängen der Sprachaufzeichnung, hatten also offensichtlich diejenigen Menschen die Macht, die etwas konnten. In der Sprache der Bibel ist eindeutig klar: Der allmächtige Gott ist derjenige, der alles vermag. Auch die englischen Wörter ‚might‘ und ‚mighty‘ beschreiben ein besonderes Können und Vermögen. Dies alles können Sie in einem etymologischen Lexikon nachlesen.
Lassen Sie uns also denjenigen unter uns die Macht geben, die es können!

Mein Macht-M verbindet zwei Bilder:

Zum einen zeigt es eine stilisierte Krone: Jeder Mensch ist König – oder Königin – im Königreich des eigenen Lebens.

Und Sie sehen darin drei Menschen, die in Kontakt sind. Der Führende in der Mitte ist in Verbindung mit beiden Seiten. Die Menschen sind einander zugewandt.

Die Idee zum dem M stammt von Oliver Tissot (Link: www.olivertissot.de), grafisch für mich aufbereitet hat es Angela Martin.

 


2.9.2011
„Hilfe, mein Chef ist ein Affe!“

Unter diesem Titel ist 2010 ein großartiges Buch erschienen. Der Autor, Patrick van Veen, beschreibt humorvoll und kompetent, welche Urinstinkte in uns schlummern.

Folgende Beispiele finde ich besonders prägnant:

Wenn Affen Stress miteinander haben oder einen Höhergestellten besänftigen wollen, dann „lausen“ sie. Sie kommen sich nahe und tun dem anderen etwas Gutes. Liebe Chefs! Der Wunsch nach Nähe und Wärme schlummert in uns allen. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter in der Kaffeeecke oder in einem Zimmer versammelt sehen, dann vertrödeln sie nicht ihre Zeit. Nein, sie „lausen“! Und wenn Sie aufgetankt haben, dann schaffen sie mit voller Energie weiter. „Lausen“ Sie doch einfach mal mit, wenn es Ihre Zeit zulässt – oder lassen Sie sich „lausen“.

Wenn ein Affenchef stirbt oder schwach wird, dann suchen sich die Affen einen neuen Anführer. Sie wählen ihn aus ihrer Mitte. Es sind drei Anforderungen, die sie an ihren Anführer stellen: Er muss in der Lage sein, sie zuverlässig zu Nahrungs- und Wasserstellen zu führen. Er muss sie gegen Feinde verteidigen. Und er muss in der Lage sein, nach Innen Ruhe und Frieden zu stiften. Nur wer diese drei Dinge beherrscht, darf Chef sein. Die Affengruppe prüft diese Fähigkeiten bei ihren Anführern immer wieder neu.

Affen sind mit frechen Jungaffen sehr tolerant. Sie lassen sie viel selbst ausprobieren. Wenn die Jungaffen über die Stränge schlagen, dann bekommen sie einfach einen kräftigen Rüffel – und dann ist es wieder gut. Die starken Jungaffen lernen spielerisch im Laufe der Zeit, mehr Verantwortung zu tragen. Die Alten in der Gruppe wachen darüber, dass sie dabei die Regeln einhalten. Kein Jungaffe darf Chef werden, ohne durch die Schule der Alten gegangen zu sein.